Walter Gunz will Timmy retten – doch das Ministerium blockt den letzten Plan ab

Walter Gunz will Timmy retten – doch das Ministerium blockt den letzten Plan ab

Timmy atmet noch, doch der Streit um den gestrandeten Buckelwal ist voll entbrannt. Walter Gunz will eine neue Rettung bezahlen. Mecklenburg-Vorpommern lehnt ab und sagt: Jeder weitere Versuch würde das Leiden des Tieres nur verlängern.

KI-BildKI-Bild

Der Kernkonflikt ist klar. Gunz, MediaMarkt-Mitgründer, will nicht akzeptieren, dass der Wal vor Poel ohne neuen Versuch sterben soll. Laut Berichten bot er an, eine Aktion auf eigene Kosten zu finanzieren. Sein Plan: Antibiotika, Bagger, dazu notfalls ein Katamaran.

Das Ministerium blockt den Vorschlag jedoch klar. Sprecher Claus Tantzen sagte nach einer Lagebesprechung, Rettungsversuche würden mit Blick auf das Tierwohl weiter nicht unternommen. Für das Freibaggern werde es keine Genehmigung geben.

Hinter dem Nein steht ein hartes Gutachten. Fachleute sehen deutliche Hautablösungen, vermuten schwere innere Verletzungen, nennen Hinweise auf Kontakt mit einer Schiffsschraube und auf ein Fischernetz im Maulbereich. Der Wal gilt als nicht transportfähig.

Auch die aktuelle Lage macht Hoffnung kaum belastbar. Timmy steckt vor Poel im Schlick, reagiert laut WDC nicht mehr auf Boote und zeigt damit Anzeichen des Sterbeprozesses. Zwar atmet er noch und zeigte nachts leichte Aktivität, doch die Prognose bleibt schlecht.

Damit geht es längst nicht nur um Geld, sondern um den Preis des letzten Versuchs. Gunz will handeln, notfalls juristisch. Behörden und internationale Experten halten dagegen: Mehr Aktion wäre keine Rettung, sondern womöglich nur noch zusätzliche Qual für Timmy.