Trump kündigt Hormus-Blockade an und verschärft den Iran-Konflikt

Trump kündigt Hormus-Blockade an und verschärft den Iran-Konflikt

Hormus-Schock statt Friedensdurchbruch: US-Präsident Donald Trump hat nach den Gesprächen mit Iran eine sofortige Blockade der Straße von Hormus angekündigt. Damit trifft der Konflikt plötzlich wieder eine der wichtigsten Öl- und Gasrouten der Welt.

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Die direkte Gesprächsrunde in Islamabad endete nach stundenlangen Verhandlungen ohne Deal. Die Fronten blieben vor allem beim iranischen Atomprogramm hart. Washington verlangt rote Linien, Teheran pocht auf Rechte und misstraut den amerikanischen Zusagen.

Trump legte danach sofort nach. Die US-Marine solle Schiffe blockieren, die in die Meerenge einfahren oder sie verlassen wollen. Zusätzlich kündigte er an, Schiffe in internationalen Gewässern abzufangen, wenn sie iranische Gebühren für die Passage gezahlt haben.

Brisant ist das nicht nur militärisch, sondern wirtschaftlich. Durch Hormus läuft normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Energieversorgung. Schon vor dem neuen Schritt waren Tanker festgesetzt, Lieferketten gestört und die Angst vor neuen Preissprüngen auf den Märkten groß.

Ganz tot ist die Diplomatie trotzdem nicht. Pakistan drängt auf eine Fortsetzung der Gespräche, die EU wirbt weiter für Verhandlungen, und auch aus Iran kamen Signale, dass weiterer Dialog nicht ausgeschlossen ist. Einen neuen Termin oder Fahrplan gibt es aber nicht.

Der eigentliche Konflikt liegt damit offen auf dem Tisch: Es geht nicht nur um ein gescheitertes Treffen, sondern um Atomstreit, Macht über Hormus und den Preis für die Weltwirtschaft. Als Nächstes entscheidet sich, ob aus Trumps Drohung echte Seeblockade wird.

Quellen: Reuters, AP, Deutschlandfunk, ZDF