Walter Gunz scheitert vor Gericht – Wal vor Poel bleibt ohne Rettungsversuch

Walter Gunz scheitert vor Gericht – Wal vor Poel bleibt ohne Rettungsversuch

Wal-Drama vor Poel, jetzt ist auch der letzte prominente Rettungsvorstoß vor Gericht gescheitert. MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz unterstützte einen Eilantrag für einen neuen Versuch, den gestrandeten Buckelwal doch noch aus dem flachen Wasser zu holen.

KI-BildKI-Bild

Hinter dem Fall steckt ein harter Konflikt zwischen emotionalem Rettungswillen und tiermedizinischer Einschätzung. Gunz wollte einen privaten Plan finanzieren, bei dem der Wal freigebaggert und weiter behandelt werden sollte. Doch das Gericht ließ den Vorstoß nicht durch.

Die Landesregierung stützt sich auf ein inzwischen veröffentlichtes Gutachten von Deutschem Meeresmuseum und Wildtierforschung. Der Wal ist demnach schwer geschwächt, die Haut stark geschädigt, und jede Bergung oder jeder Transport könnte zusätzliche schwere Verletzungen auslösen.

Auch internationale Fachleute stellen sich hinter diesen Kurs. Das IWC-Expertengremium sieht praktisch keine realistische Überlebenschance mehr und warnt, dass neue Rettungsversuche den Todeskampf eher verlängern würden. Geld fehlt laut Ministerium nicht, die Aussicht auf Hilfe fehlt.

Am Sonntag meldete das Umweltministerium weiter keine Stabilisierung. Die Atmung des Tieres sei schwächer als an den Vortagen. Selbst ein minimalinvasiver Mobilisierungsversuch mit eingespielten Walgesängen brachte nach Angaben des Landes keine erkennbare Reaktion.

Damit wird aus dem langen Ostsee-Drama immer mehr ein Streit über Hoffnung gegen Fachurteil. Walter Gunz ist mit seinem Vorstoß vorerst gescheitert. Für den Buckelwal vor Poel bleibt die Lage dagegen unverändert kritisch.