Merz sagt Hormus-Hilfe zu – aber nur nach Frieden, Mandat und Bundestagsvotum

Merz sagt Hormus-Hilfe zu – aber nur nach Frieden, Mandat und Bundestagsvotum

Deutschland sagt im Iran-Krieg nicht einfach zu. Kanzler Friedrich Merz zieht bei der Straße von Hormus klare Grenzen: Ohne Friedensschluss, internationales Mandat und Bundestagsbeschluss wird es keinen deutschen Sicherungseinsatz geben.

Damit bremst Merz den Zeitdruck aus Washington. Nach Reuters-Informationen will Donald Trump von Verbündeten schon in den nächsten Tagen feste Zusagen für die Absicherung der wichtigen Schifffahrtsroute. Berlin signalisiert Hilfe, aber nicht auf Zuruf.

Merz sagte in Berlin, Deutschland werde erst nach einem belastbaren Friedensschluss helfen, die freie Schifffahrt wieder zu sichern. Zusätzlich verlangt die Bundesregierung ein tragfähiges Konzept, am besten mit Rückendeckung des UN-Sicherheitsrats.

Der eigentliche Konflikt ist damit offen: Die USA wollen schnell Unterstützung, viele Europäer verweisen aber darauf, dass sie vor dem Krieg nicht eingebunden waren und jetzt keine Blankozusage für einen riskanten Folgeeinsatz geben wollen.

Für Deutschland ist die Meerenge trotzdem zentral. Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Energierouten der Welt. Zwar gibt es eine zweiwöchige Waffenruhe, doch sie bleibt fragil, der Verkehr ist nicht normalisiert und die Märkte bleiben nervös.

Berlin nimmt deshalb wieder Gespräche mit Teheran auf und stimmt sich mit den USA und europäischen Partnern ab. Solange Hormus aber nur eingeschränkt offen ist, zahlen am Ende Wirtschaft und Verbraucher den Preis über teure Energie, Transporte und Unsicherheit.